Über ein Konto bei einer Bank läßt sich der komplette bargeldlose Zahlungsverkehr eines Kontoinhabers abwickeln. Im Allgemeinen versteht man unter einem Konto das Girokonto, es gibt darüber hinaus aber auch Sparkonten, Termin- oder Tagesgeldkonten. Identifiziert wird das Konto durch eine Kontonummer.
Konto - Allgemeine Informationen
Ein Konto kann mit monetären Beträgen bebucht werden, die Ein- oder Ausgänge werden in Zeilen hinzugefügt. Eingänge werden in der Sollspalte gutgeschrieben, Ausgaben auf der Habenseite dargestellt. Die Differenz aus den Summen der Buchungen gibt den aktuellen Kontostand wieder.
Konto - Girokonto
Ein Girokonto ist ein Konto zur Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Noch in den Fünfziger Jahren gab es eine Lohntüte mit Bargeld, die Miete wurde ebenfalls bar bezahlt. Unter dem Druck der Banken, die ihre Geschäftskunden von den Vorzügen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs überzeugen konnten, wurden Lohnzahlungen vom Arbeitgeber zunehmend auf Girokonten der Mitarbeiter überwiesen.
Wer heutzutage am wirtschaftlichen Leben teilnehmen will, kommt ohne Konto nicht mehr aus. Bei negativer Schufa-Auskunft oder Pfändungen verweigern Kreditinstitute jedoch bisweilen finanziell schwachen Personen das Girokonto. Verbraucherverbände setzen sich deshalb für das Anrecht jedes Bürgers auf ein Girokonto auf Guthabenbasis ein.
Generell lassen sich vom Girokonto aus eine Reihe von Transaktionen tätigen: Barabhebungen und -einzahlungen, Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge. Aufträge können direkt am Bankschalter, am Selbstbedienungsterminal, schriftlich oder telefonisch bzw. per Online-Banking erfolgen.
Bei regelmäßigen Gehaltseingängen gewähren Banken auf Girokonten einen sog. Dispositionskredit. Das Girokonto darf damit bis zu einer vereinbarten Kreditlinie überzogen werden. Der Dispokredit orientiert sich am Gehaltseingang und beträgt meist das Zwei- oder Dreifache des Nettogehalts.
Konto - Sparkonto
Das Sparkonto gehört zu den Klassikern beim Sparen. Dokumentiert werden die Ein- und Ausgänge meistens in einem Sparbuch. Die Mindesteinlage beträgt in der Regel 5 Euro. Herkömmlich sind Sparkonten mit dreimonatiger Kündigungsfrist, man kann mit seiner Bank auch längerfristige Kündigungsfristen vereinbaren, die sich positiv auf den Zinssatz auswirken. Bei einem Sparkonto mit dreimonatiger Kündigungsfrist kann je Kalendermonat über einen Betrag von 2.000 Euro vorschusszinsfrei verfügt werden.
Konto - Termingeldkonto
Auf einem Termingeldkonto werden Gelder für eine befristete Laufzeit angelegt. Die Zinsen werden am Ende der Laufzeit ausgezahlt. Termingelder eignen sich sich für die kurzfristige Anlage größerer Summen. Die Mindesteinlage beträgt bei den meisten Banken 2.500 Euro, die Anlagedauer zwischen 30 und 360 Tagen.