Devisenmarkt – Plattform für den Handel mit ausländischen Währungen
Der Devisenmarkt ist eine Plattform für den Handel mit ausländischen Währungen. An diesem ökonomischen Ort werden Fremdwährungen über Telefon, Terminal und elektronisch gehandelt. Der Devisenhandel kann auch an einer Devisenbörse erfolgen. An der Frankfurter Börse z.B. gab es bis zum 01.01.1999 eine Devisenbörse, die börsentäglich einen amtlichen Mittelkurs für die wichtigsten Devisen fixiert hat. Mit der Einführung des Euro entfällt diese Feststellung des amtlichen Mittelkurses.
Neben dem börslichen Devisenhandel findet auch ein Devisenhandel unter den Geschäftsbanken, Notenbanken und großen Industrie-Unternehmen statt. Abgrenzend von den Sorten (Begriff für die im Umlauf befindlichen Fremdwährungs-Banknoten und -Münzen) beschreibt der Begriff Devisen alle Forderungen auf Fremdwährungen. Devisen sind bei ausländischen Banken gehaltene Guthaben. Devisen berechtigen einen Anspruch auf Auszahlung in ausländischer Währung. Unter Währung versteht man die gesetzliche Geldordnung des Staates mit einem Außen- und Binnenwert. Während der Binnenwert einer Währung durch die Kaufkraft bestimmt wird, wird der Außenwert einer Währung durch den Wechselkurs bestimmt. Am Devisenmarkt bildet sich der Wechselkurs (Devisenkurs) als Preis (Gegenwert) einer ausländischen Währung im Verhältnis zur inländischen heraus. Wechselkursschwankungen am Devisenmarkt sind u.a. auf unterschiedliche Inflationsraten der beiden Nationen zurückzuführen.



